Moers: Nahversorgungskonzept für die Innenstadt

Lebensmittelversorgung in der Moerser Innenstadt stärken

BZD fordert echtes Nahversorgungskonzept

Pressemitteilung

 

Moers, 1. September 2025. – Die Stadt Moers hat ihr neues Einzelhandels‑ und Zentrenkonzept vorgestellt. Es zeigt: Seit 2010 ist die Zahl der Einzelhandelsbetriebe um nahezu ein Drittel gesunken, während die Verkaufsflächen mit rund 189 350 Quadratmetern nahezu unverändert geblieben sind. Besonders die Innenstadt, Repelen und Meerbeck haben Fläche verloren, während in Utfort und an der Uerdinger Straße neue Verkaufsflächen hinzugekommen sind. 

„Die Zahlen verdeutlichen, wie dramatisch die Nahversorgung im Herzen unserer Stadt ausgedünnt wurde“, erklärt Dr. Renatus Rieger, Spitzenkandidat von BZD. „In der Innenstadt gibt es außer dem Wochenmarkt faktisch keine Lebensmittelgeschäfte mehr. Wer in der City wohnt, muss zum Einkaufen in die Vorstadt fahren – das ist unzumutbar.“

Das Konzept empfiehlt zwei neue Nahversorgungszentren in Scherpenberg (Homberger Straße) und an der Kirschenallee (Meerbeck/Hochstraß), lässt aber die Innenstadt ohne Lebensmittelmarkt zurück. „Wir brauchen keine weiteren Shopping‑Cluster an den Stadträndern, sondern eine Grundversorgung mitten im Zentrum“, betont Daniela van Meegeren, Bürgermeisterkandidatin von BZD. „Supermärkte an der Peripherie helfen den Menschen in der Innenstadt nicht – insbesondere älteren und nicht motorisierten Bürgerinnen und Bürgern.“

BZD fordert daher:

  1. Ansiedlung eines Vollsortimenters in der Innenstadt. Die Stadt soll gezielt Flächen ausweisen und durch aktive Flächenpolitik die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes fördern.
  2. Stärkung der Bestandszentren. Leerstehende Ladenlokale müssen durch Förderprogramme für kleine Händler, Start-ups und lokale Produzenten wiederbelebt werden.
  3. Vernetzte Nahversorgung. Eine Markthalle oder Pop‑up‑Stores könnten frische Produkte aus der Region anbieten, ergänzt durch moderne Liefer- und Abholservices.
  4. Bürokratieabbau und faire Rahmenbedingungen. Unnötige Auflagen und Genehmigungsverfahren belasten kleine Einzelhändler. BZD setzt sich für ein 100‑Tage‑Genehmigungsverfahren und digitale Verwaltung ein.

Die Öffentlichkeit kann noch bis zum 25. September zum Konzept Stellung nehmen. „Nutzen Sie diese Chance! Fordern Sie gemeinsam mit uns eine lebendige Innenstadt mit einer guten Nahversorgung“, appelliert Rieger. „Eine zukunftsfähige Stadt braucht nicht nur neue Zentren an den Rändern, sondern auch einen funktionierenden Einzelhandel im Herzen.“

Bitte beteiligen Sie sich. 

Hier der Link zur Website der Stadt Moers; dort finden Sie Näheres; bitte beteiligen Sie sich im Interesse unserer Stadt:

 

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